Vor zwei Wochen haben wir Paraschat Bereschit gelesen. Gott segnet Adam und seine Frau: „Seid fruchtbar und mehrt euch.“ Doch kaum sind die beiden aus dem Garten heraus, erschlägt Kain seinen Bruder aus Neid. Zehn Generationen, so lehrt uns die Mischna in Pirkej Awot, vergehen von Adam bis Noach, und alle erzürnen sie Gott. Am Ende ist die Welt so voller Gewalt, dass Gott dem Projekt Schöpfung einen Neustart verpasst. Noach, der Isch Zaddik, der Gerechte, soll der Anfang des zweiten Versuchs sein. Auch ihn segnet Gott. Aber kaum ist die Menschheit neu gestartet, geht es schon wieder schief. Die Menschen bauen den Turm von Babel und werden in alle Enden der Welt und in alle Sprachen zerstreut. Wieder vergehen zehn Generationen. Und dann, im dritten Anlauf, fällt der Segen Gottes auf einen anscheinend ganz gewöhnlichen Menschen. Wir lernen ihn zuerst nur als Sohn und Bruder kennen: „Dies ist die Geschichte Terachs: Terach zeugte Awram, Nachor und Haran.“ Awram heiratet Sarai, und die Tor...